Dieses Specialty befasst sich mit den grundlegenden Dingen der Aspekte einer Druckkammer.
Leider kommt es immer wieder zu Tauchunfällen, sei es durch: Ignoranz, Unkenntnis, Leichtsinn und vor allem Selbstüberschätzung.

Mit diesem Seminar haben wir die Absicht, Berührungsängste abzubauen, gleichzeitig aber dazu anzuregen, an einer "Druckkammerfahrt zu Übungszwecken" teilzunehmen, um sich so mit dem Tema eingehender zu befassen.

Dieses Seminar soll auf keinen Fall zu leichtfertigen Umgang mit Tauchtabellen und Tauchcomputer führen, so nach dem Motto:  "Jetzt kenne ich das alles, die werden mir schon helfen, wenn es doch einmal schief gehen sollte".

Dieses Specialty umfasst:

  • 1 Druckkammertauchgang
  • 1 weiteren Tauchgang im Freigewässer

Dieser Spezialkurs sollte auch unbedingt von angehenden Rescue-Diver, und höher, absolviert werden.

Weiterhin kann dieser, wie auch die weiteren Spezialkurs für die Auszeichnung zum "MASTER SCUBA DIVER" gewertet werden.

 

Vorteil von Druckkammer-Fahrten
Taucher neigen sehr oft dazu, Gefahren zu unterschätzen und sich selbst zu überschätzen.

Dies ist eine häufige Ursache von Unfällen, die unter Umständen tödlich verlaufen können. Gerade Rettungs- und Einsatztaucher benötigen bei der Ausführung ihrer Tätigkeiten einen kühlen Kopf und sollten kein unnötiges Risiko eingehen. Deshalb soll in der Kammer den Tauchern die Grenze ihrer Fähigkeiten, insbesondere im Bezug auf die Stickstoffnarkose (Tiefenrausch), aufgezeigt werden. Diese wichtigen Erfahrungen könne Taucher in einer Überdruckkammer sammeln.

Natürlich ist eine Druckkammerfahrt, zu Ausbildungszwecken für alle interessierten Taucher, ab QWD/ * , aufwärts.

 

Voraussetzungen für Teilnehmer
Teilnehmen können alle Sporttaucher, die über ein gültiges Tauchbrevet verfügen bzw. auch Rettungs-/Einsatz-/Feuerwehr-/Bergungstaucher, Assistenten, und Tauchlehrer, die eine entsprechende Ausbildungsbescheinigung der jeweiligen Organisation vorweisen können.
Zudem ist eine gültige Tauchtauglichkeitsuntersuchung Pflicht. Taucher ohne ärztlich attestierte Tauchtauglichkeit können leider keine Fahrten absolvieren. Es wird empfohlen,aber nicht Pflicht, die Untersuchung von einem Arzt mit einer von der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM) anerkannten Fortbildung durchführen zu lassen. Entsprechende Ärzte tragen die Zusatzbezeichnungen:

Tauchtauglichkeit (GTÜM)

Tauchmedizin (GTÜM)

Hyperbarmedizin (GTÜM) oder

Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM).

Taucher die im Wasserrettungsdienst und Berufstaucher tätig sind, sollten berufsgenossenschaftliche Grundsatzuntersuchung G31 haben.

 

Ablauf und was geschieht...

Im Regelfall werden in der Trainingskammer 50m-DruckProfile gefahren, es wird also ein 50m Tauchgang mit Druckluft simuliert. Andere Tauchprofile sind nach Rücksprache problemlos möglich. Dem Taucher sollen hierbei besonders seine veränderten kognitiven, motorischen und feinmotorischen Fähigkeiten vor Augen geführt werden. Die auftretenden Symptome lassen sich durch den erhöhten Partialdruck des Stickstoffs erklären. Man spricht deshalb von Stickstoffnarkose oder auch vom Tiefenrausch. Die Dekompression von 50m auf 0m ("auftauchen"), also von 6 bar Umgebungsdruck (5 bar Überdruck) auf 1 bar Umgebungsdruck (0 bar Überdruck) erfolgt sehr langsam.

Das von uns gefahrene Profil ist also sehr konservativ. Es entspricht den berufsgenossenschaftlichen Vorgaben für Taucherarbeiten, genauer gesagt der BG-Vorschrift C23 ( BGV C23). Die Sicherheit der Taucher ist uns also ein sehr wichtiges Anliegen.

Kosten: 159,-- Eu (incl. Brevet, kleiner Outline)