Adaptives Tauchen

 

Behindert und dann auch noch tauchen!? 

.....Geht denn das überhaupt?

Diese Fragen, die immer wieder kritisch und misstrauisch gestellt werden, sind mit einem eindeutigen "JA" zu beantworten!
Gerade für behinderte Menschen hat Tauchen immense Vorteile - es hilft der Entwicklung und Aufrechterhaltung:

  • der einzelnen Bewegungsfunktionen
  • des Muskelgewebes
  • der Koordination
  • der Atmung

So erleben beispielsweise Rollstuhlfahrende beim Tauchen sprichwörtlich eine echte, ungeahnte Bewegungsfreiheit in einer neuen Dimension! Für viele erwies sich Tauchen ebenso als unschätzbare Therapie bei der Wiedereingliederung in einem Ausmaß, das mit herkömmlichen Bewegungstherapien kaum zu erreichen ist - dies wird auch eindrucksvoll in einer Pilotstudie "Tauchen mit Querschnittsgelähmten" der Innsbrucker Universitätsklinik für Neurologie belegt.

Die dort gemachten Erfahrungen und Schilderungen der Betroffenen können wir aus eigenem Erleben und Gesprächen mit anderen behinderten Tauchern nur bestätigen.

Zusammenfassend kann also festgestellt werden:

Tauchen ist für behinderte Menschen der Integrationssport schlechthin!

 

 Tauchausbildung

Speziell geschulte Handicap-Instruktoren
Personenbezogenes Training
Spezielle Ausrüstung

 
Es gibt eigentlich keine Behinderungen die das Tauchen ausschließen.

Wir bilden aus:

 

Amputationen
Asthma
Diabetes
Epilepsie (sog. Fallsucht)

Hypertonie (Bluthochdruck)

Multiple Sklerose (MS)

Muskeldystrophie

Orthostatische Hypotonie (Niedriger Blutdruck)

Rückenmarksverletzungen
Schwerhörigkeit / Gehörlosigkeit
Sehbehinderungen

Auf Anfrage:
Personen leiden unter: Zerebralparese (Hirnlähmung) oder Down Syndrom

Unsere Tauchkurse orientieren sich dabei immer an den Fähigkeiten der Behinderten.

   

Wir möchten behinderte Menschen dazu ermutigen und motivieren, das wunderbare (Körper-)Gefühl des gewichtslosen Dahinschwebens in einer faszinierenden Unterwasserwelt für sich zu entdecken und lieb zu gewinnen!
Steigt mit uns ab in das Reich der Tiefe!

Behindertentauchen ist das Sporttauchen behinderter Menschen, die trotz Behinderung Tauchen lernen und weltweit anerkannte Qualifikationen erwerben können.

Die Ausbildungsanforderungen sind gegenüber den Nichtbehinderten keineswegs verringert, sondern eher erhöht. Der Grund liegt darin, dass trotz möglicherweise eingeschränkter Fähigkeiten des Tauchschülers der gleiche Sicherheitsstandard wie bei einem nichtbehinderten Gerätetaucher einzuhalten ist. Der betroffene Schüler muss also zum Teil andere, schwierigere Techniken erlernen, um sicher tauchen zu können. Jede Ausbildung eines behinderten Sporttauchers wird dadurch individuell.

Teil des Sicherheitskonzeptes ist die korrekte Einstufung des behinderten Sporttauchers. Es gibt Taucher, die im Notfall sich selbst und dem Tauchpartner helfen können, solche, die nur sich selbst helfen können und solche, die sich im Notfall nicht selbst helfen können. Davon hängt insbesondere die erforderliche Zahl und Qualifikation der Tauchbegleiter ab. Tauchbegleiter für Behinderte sollten idealerweise erfahrene Sporttaucher mit einer entsprechenden Zusatzausbildung sein, in der die künftigen Begleiter auf die Besonderheiten des Tauchens mit Behinderten vorbereitet werden. Als Ausbilder für Behinderte und ihre Begleiter werden nur entsprechend geschulte Tauchlehrer zugelassen.

WICHTIG:

EMPFOHLEN wird eine Tauchunfallversicherung abzuschließen.

Obwohl Tauchen als eine sehr sichere Sportart betrachtet wird, können im bedauerlichen Fall eines Tauchunfalls die medizinischen Kosten sich rasch auf Tausende von Euro belaufen. Medizinische Behandlungen können in einigen Gebieten, und speziell medizinische, sprich tauchbezogene Behandlungen sehr sehr teuer sein. Eine unversicherte Person muss diese Kosten dann selbst tragen, und oftmals  sogar vorab,  und dies könnte sich jetzt durchaus als problematisch erweisen.

 

Inklusion und Integration sind zurzeit „in aller Munde“.

Integration, besonders im Zuge der Zuwanderung durch Flüchtige nach Deutschland, ist Thema der Politik und zunehmend auch beim Sport.

TOP-Thema ist:  Inklusion von Menschen mit Einschränkungen/ Behinderungen.

Bei der Inklusion geht nicht wie bei der Integration darum, dass sich ein Mensch mit Einschränkungen/ Behinderungen sich den Gegebenheiten des Umfeldes anpasst, sondern bei der Inklusion geht es darum, dass ein Umfeld geschaffen wird, das eine Teilhabe von Menschen mit Einschränkungen/ Behinderungen ermöglicht. Es müssen also Veränderungsprozesse auf struktureller und institutioneller Ebene erfolgen. Der Wille, diese Strukturen zu ermitteln und anzupassen, als auch die Bereitschaft aller teilnehmenden Zielgruppen sich mit auf diesen Weg zu begeben, ist Ziel.

Der Tauchsport findet in einem für den Menschen ungewöhnlichem Lebensraum statt, unter Wasser! Deshalb muss interprofessionell, also Tauchlehrer, behandelnder Arzt, Physiotherapeut etc., überlegt werden, wie ein Mensch mit Einschränkungen/ Behinderungen in den Tauchsport inkludiert werden kann.

Ermöglichung ist hier das „Zauberwort“.